„Was machen denn Stuttgarter Studenten hier, in diesem kleinen Städtchen?! - Ulm ist nicht Stuttgart!“. Danke, wissen wir! Aber deshalb sind wir ja auch hier!
Kaum im Hotel angekommen zieht es uns schon nach draußen an die Promenade. Der Blick von Neu-Ulm aus auf das andere Donau Ufer: unbezahlbar! Ein romantisches Fachwerkhaus reiht an das nächste und im Hintergrund ragt unverkennbar der höchste Kirchturm der Welt hervor. Das Ulmer Münster. 162m hoch; fünf Meter höher als der Kölner Dom.
Das Fischerviertel der Stadt befindet sich nur wenige Schritte von der modernen Shoppingstraße entfernt und bildet somit, mit dem Rathaus und dem Münster-Platz, das Stadt-Zentrum. Die Straßen sind verwinkelt, die Gassen bestehen aus großen Pflastersteinen und die Häuser sind der Inbegriff von Romantik. Etwas schief hier, etwas alt und verschnörkelt da. Ein besonders schiefes Haus fällt uns direkt ins Auge. Es ist ein Hotel und mit seiner Neigung von fast zehn Grad sogar das schiefste Hotel der Welt. Zum Vergleich: Der schiefe Turm von Pisa hat gerade einmal eine Neigung von fünf Grad. Aber das macht ihn aus, den Charme der Stadt.
Sowohl in der Altstadt, als auch im modernen Teil Ulms gibt es zahlreiche Restaurants. Lust auf einen Burger? Dann solltest du das QMuh besuchen. Oder ist dir nach einem ausgedehnten Frühstück am Morgen? Das Café Einstein versorgt dich mit Pancakes, Müsli, Brötchen oder einem traditionellen Weißwurst Frühstück. Italienische, griechische oder auch gut bürgerliche Küche gibt es zu Genüge. Aber auch Steakhäuser, Asiaten oder schnelle Imbisse sind keine Mangelware. Kurzum: Du wirst hier nicht verhungern.
Übrigens: Ulm eignet sich auch super, um die Nacht zum Tag zu machen. Da wird die Stadt ihrem Studentenfreundlich-Ruf tatsächlich mehr als nur gerecht. Das haben auch die vielen, vielen Bar-Besitzer erkannt. Perfekt zum Vorglühen ist zum Beispiel „Die Bar“ im Ulmer Stadtkern. Da ist immer was los, das Licht ist angenehm gedimmt und die Getränke sind nicht zu teuer, und dennoch super lecker.
Weiter geht’s in einen der vielen Clubs der Stadt. Unsere Empfehlung: das „Frau Berger“. LEDs überall, Junge Leute, gute Musik, günstige Getränke und Spaß sind garantiert. Das Besondere hier: Wer eine Verschnaufpause vom Tanzen braucht, kann sich im Nebenraum dem Tischkicker widmen, oder es sich in einer Sitzecke bequem machen.
Es stimmt, Ulm ist nicht Stuttgart. Aber das ist vielleicht auch ganz gut so.



