Tipps zum Bootswandern
Mit dem Faltboot oder Kanu durch eine reizvolle Flusslandschaft dahinzugleiten ist ein besonderes Erlebnis und gilt seit langem als Geheimtipp. Vorbei geht die Fahrt an naturbelassenen Landschaften und an historischen, stolzen Städten.
Der nicht schiffbare Teil der Donau ist zum Bootswandern geradezu ideal: Langsamer bis flotter Strömungsverlauf ohne jegliche Schwierigkeiten, leicht umtragbare Staustufen, zahlreiche Rastmöglichkeiten und Bootshäuser sowie Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten längs des Flusses machen die Fahrt zum Erlebnis.
Die Donau ist kein Wildwasser, trotzdem sollten Sie sich auf ein paar unverhoffte Hindernisse (Hoch- und Niedrigwasser, abgebrochene Äste etc.) gefasst machen. Bevor Sie nun "in See stechen", noch ein paar gutgemeinte Ratschläge, damit Sie Spaß am Bootswandern bekommen und die erste Fahrt nicht die letzte ist:
- Nichtschwimmer gehören nicht ins Boot.
- Nie ohne Schwimmweste fahren.
- Alle Packstücke gut befestigen und möglichst wasserdicht verpacken.
- Bei einer Kenterung immer am Boot festhalten.
- Möglichst in der Strömung fahren. In Kurven immer außen, aber nicht zu dicht unter dem Ufer. Innen nur bei Schiffsbegegnungen fahren. Ein Großschiff zieht immer zuerst Wasser zu sich und drückt es dann in Wellen zum Ufer.
- Bei Schiffsbegegnung immer Sichtkontakt zum Schiffsführer halten. Nicht zu nahe an Großschiffe heranfahren, aber auch nicht in Panik fliehen.
- Beim Anlegen und Weggehen immer Boote aus dem Wasser ziehen und in sicherer Entfernung festbinden.
Die Donau ist nicht nur ein Refugium für Wassersportler, sondern auch eine schützenswerte Naturlandschaft. Auch Bootswanderer sollten in ihrem Bereich Naturschützer sein und sich naturgerecht verhalten:
- Nicht aus Neugierde an Brutgelege oder Jungvögel heranfahren.
- Beschränken Sie das Bootfahren auf ein Mindestmaß. Bis Juni ist Brutzeit, diese Zeit sollten Sie meiden.
- Nur die markierten Ein- und Ausstiegsstellen benutzen.
- Halten Sie die Rastplätze entlang des Flusslaufes sauber und nehmen Sie Müll wieder mit. Abfälle gehören weder in den Fluss noch ans Ufer.
- Wildes Zelten ist verboten und wird mit sehr hohen Strafen verfolgt. Häufig liegen schöne Campingplätze direkt an der Donau.
- Lautstarke Vereinsausflüge, Floß- und Kolonnenfahrten sind übermäßig störend. Empfindliche Flussabschnitte und die Tierwelt brauchen Ruhe!
Wir wünschen Ihnen schon jetzt schöne Stunden auf der Donau und danken für Ihr naturbewusstes Verhalten.